Innovativer Anlagenunterbau für die Modellschneck

Hallo Freunde der Modellschneck,

Clipboard01für die Ausstellung meiner Pfälzer Oberlandbahn in Sinsheim benötigte ich noch einen geeigneten Unterbau, auf dem die Schaukästen in ansprechender Höhe aufgestellt werden können. Da die Schaukastensegmente nicht als selbsttragende Konstruktion konzipiert sind reichten normale Modulbeine nicht aus. Nach einigem Überlegen habe ich einen Anlagenunterbau geplant, der vielseitig einsetzbar ist und sich leicht lagern und transportieren läßt. In der rechts gezeigten Form beträgt die Länge 494cm bei 61 bzw. 28cm Tiefe. Die Höhe des Tisches über Boden beträgt ungefähr 115cm. Die Beine erhalten einstellbare Schraubfüße. Die einzelnen Tische können auch in anderen Formen aufgestellt werden und bieten somit eine große Flexibilität.

Die 4 Tischkästen entstanden aus 10mm Sperrholz für die Rahmen und 6mm Sperrholz für die Decke. Ich habe mich für Pappelsperrholz entschieden um das Gewicht niedrig zu halten. Aus alten Leimholzbrettern wurden die Verstärkungen zugeschnitten. Die Holzteile wurden verschraubt und verleimt.

Die großen Tische sind 125cm lang und 61cm breit. Die kleineren 122cm lang und 28cm breit. An jeder Ecke wurden über Eck Löcher gebohrt mit einer Bohrschablone, so daß an jeder Ecke ein Tisch angeschlossen werden kann. So sind auch Tischgruppen in L-Form, als U, Oval und vieles mehr möglich. An der Oberkante umlaufend wurde in jede Seite eine 26mm breite Nut mit 2mm Tiefe gefräst. In diese Nut wird ein Klettband eingelegt, an dem später Vorhänge für den Unterbau angehängt werden können. Auf die Scharniere komme ich später noch mal zu sprechen.

Die Tischbeine wurden aus Leimholzbinder-Hölzern zugeschnitten und mit Schraubfüßen ausgestattet. Sie werden mittels Einschlagmuttern und Inbus-Flachkopfschrauben (mit dem berühmten IKEA-Schüssel) angeschraubt. Ursprünglich wollte ich auch hier Flügelschrauben verwenden, welche jedoch hinter den Vorhängen hervorstehen würden. Daher habe ich mich für eine flachere Alternative entschieden. Der Aufbau der Tischgruppe dauerte ca 10min, ohne Ausrichten der Tischbeine und Höhe. Die leichten Tischkästen lassen sich Problemlos alleine handhaben. Die Tische werden untereinander mit M6 Flügelschrauben verschraubt und selbst in der langen schmalen Ausführung steht der Unterbau sehr stabil.

Bis hierhin ist das ganze nun noch ein recht gewöhnlicher Anlagenunterbau. Kommen wir nun zum Innovativen Teil. Der Unterbau wird wieder zerlegt und der erste große Tisch kopfüber abgelegt. Die schmalen Tische passen in die Unterseite des großen Tisches, die Holzbeine wiederum in die Unterseite der schmalen Tische. Nun kommen auch die Scharniere von oben ins Spiel mit denen der zweite große Tisch als Deckel eingehängt werden kann. das ganze wird zugeklappt und man hat alles in einem Koffer von 125x61x20cm verstaut. Es ist auch noch genug Platz für die Vorhänge und Schrauben vorhanden, sowie anderes typisches Zubehör (z.B. Verängerungskabel).

Doch damit noch nicht genug. Einige Schrauben werden zurückgehalten, mit denen nun Rollenplatten und Griffe angeschraubt werden können. Damit ist der ganze Koffer nun rollbar, tragbar und kann auch Platzsparend hochkant abgestellt werden. Ich habe noch einen dritten Griff oben in der Mitte montiert, der hier auf den Bildern noch fehlt.

Auch wenn der neue Anlagenunterbau ursprünglich für die Schneck konstruiert wurde, so werde ich ihn zukünftig auch für Ausstellungen meiner H0e-Waldbahn, Billerbahn und anderer Modellbahnen nutzen können.

Nun muß ich mich noch ein wenig um die Dokumentation zum Projekt kümmern, welche ich zur Erklärung mit ausstellen möchte.

Grüße vom Gerd


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