Modellentwicklung für die Oberlandbahn

Wer eine Vorbildbahn im Modell umsetzen möchte, der benötigt natürlich auch vorbildgerechtes Rollmaterial. Und da kommt das erste Problem was die Schneck angeht, denn die damals von Herbrand in Köln gebauten Fahrzeuge sind bisher nicht als Modell erschienen (Mit Ausnahme einer Sonderauflage von GogTram 1987 auf Basis eines ähnlichen Modells aus deren Serienproduktion).

Von den Originalfahrzeugen ist leider keines erhalten geblieben. Bis auf zwei Triebwagen wurden alle Fahrzeuge schon 1955 verschrottet. Die überlebenden Triebwagen kamen zur Rhein-Haardt-Bahn und wurden dort 1966 jedoch ebenfalls abgebrochen. Auch Originalpläne sind nicht mehr verfügbar. Somit blieb nur die eigene Recherche um die Originalfahrzeuge möglichst getreu ins Modell umsetzen zu können.

Zunächst gibt es im 2. Tagebuch der Schneck einfache Skizzen der Fahrzeuge, die aber nach genauerer Betrachtung erhebliche Unterschiede zu den Bildern aufweisen. So sind in den Zeichnungen die Frontpartieren viel stärker verjüngt. Aber als Grundmaß waren sie eine große Hilfe. Zusammen mit den vielen Bildern aus den Büchern entstand so zunächst eine neue Zeichnung.

Diese wurde anschließend in mehrtägiger Arbeit in ein 3D-Modell umgewandelt. Begonnen hatte ich hier zunächst mit einem einfachen Beiwagen, aus dem ich dann die anderen Fahrzeuge abgewandelt habe.

Für die Umsetzung hatte ich mich schon zu Beginn für modernste Technik, den sogenannten 3D-Druck, entschieden. Hier hatte ich bereits bei anderen Modellen tolle Ergebnisse erzielt und so war für mich klar, daß dies der bequemste Weg war die 2-achsigen Straßenbahnwagen der Schneck in H0m wieder auferstehen zu lassen. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen was den Aufwand und die Arbeit angeht. Was man aus dem 3D-Drucker bekommt sind zwar schon sehr schöne Bauteile, aber lackierung, Gestaltung, Details und vieles mehr müssen immer noch selbst gemacht werden. Schon allein das erstellen der benötigten 3D-Zeichnung am Computer kann mehrere Tage in Anspruch nehmen wie oben bereits erwähnt.

Aus dem Beiwagen folgten später die Triebwagen und anderen Beiwagen. Immer wieder stieß ich bei der Recherche und den Bildern auf neue Details die noch nachgearbeitet werden mußten. Ich weiß nicht mehr genau viele Tage/Wochen ich nur an den virtuellen Modellen gearbeitet habe, aber letztlich war ich dann doch irgendwann mit dem Ergebnis zufrieden (Mittlerweile wurden etliche weitere Stunden und Details in die Modelle gesteckt. Auch Verbesserungen nach den Probedrucken waren notwendig.

Nach dem Erstellen der 3D-Modelle am Computer wurden diese dann zu einem Lohnfertiger für 3D-Druck (Shapeways.com) gesendet und dort die ersten Probemuster bestellt. Diese zeige ich euch dann im nächsten Beitrag.


Kommentare

Modellentwicklung für die Oberlandbahn — 3 Kommentare

  1. Hallo,
    besteht die Möglichkeit ein HO Modell „Die Schneck“ käuflich zu erwerben?
    Über eine Info würde ich mich sehr freuen ;-))

      • Hallo,
        mir sind zumindest keine bekannt. In den Büchern von Herrn Kroszewski sind zwar Zeichnungen enthalten, doch stimmt bei diesen im Vergleich mit den Bildern der Fahrzeuge die Wagenform nicht. Daher habe ich für mein Projekt ein eigenes Modell nach Fotos erstellt.
        Gruß, Gerd

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